Die Resozialisierung der Gesinnungsfronten durch das Herz

Das Zeitfenster 2010
Von: René van Osten
Edition ZhanDao, 72 S., m.v. Abb., geb, 13,90 €
ISBN: 978-3-981186-32-1

Das vorliegende, in Zukunft regelmäßig erscheinende Studienbüchlein ist keine astrologische Vorausschau im üblichen Sinne. Vielmehr offenbart es die Zeitdynamik als Widerspiegelung grundgegebener Wechselbilder, zu denen sich der Mensch in individueller Resonanz befindet. Zeitfenster eröffnen Blickwinkel in das Verlaufsmuster der Raum/Zeit-Bewegungen und damit in ganz bestimmte regulative Gleichgewichtsmechanismen, durch die sich Leben als summierte Sequenz von Bedingung und Erscheinung definiert. Eine solche zeitthematische Analyse globaler Bedingungen durch den Strichcode der Trigramme und Hexagramme des I Ging (Yijing) gewährt einen tiefen Blick in das Bewegungsmuster der schöpferischen Kraft, zumal sie als mehrdimensionale Schicht-für-Schicht-Analyse aufbereitet ist.

Zeiten der Stockung im Einvernehmen sind Zeiten der unausweichlichen Verdeutlichung der Gesinnungen in den Beziehungsverhältnissen zwischen den Menschen und daraus folgend, die Verdeutlichung der ablaufenden Rollenspiele, auf denen diese basieren (das homologe Ergänzungszeichen ist H 18 – Die Arbeit am Verdorbenen oder die Aufarbeitung).

H12, die Stockung, ist im Kreislauf der inneren Alchimie dem Herzen zugeordnet und insofern keineswegs ein „finsteres Zeichen“. Sein Thema ist die Resozialisierung der Gesinnung in einem selbst, der Gesellschaft und damit der Beziehung zum Anderen, die wie gestockte Milch verklumpt ist und sauer wurde. Dazu bedarf es aber zunächst der klaren Fronten und insofern der Entmischung der verklumpten Kräfte, wieder hin zum klaren, inneren Sinn der Übereinstimmung und dem Weg der vertikalen Entwicklung. Liebe und echtes Sozialempfinden, dass setzt ein friedlich gestimmtes Herz voraus, was nicht ohne Konfrontation mit den Verstimmungen in der horizontalen Gewohnheitsstruktur einhergehen kann.